Hotel & Pension
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Gaststätte
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Geschichte

im Alten König

Der Alte König ist seit über 100 Jahren als bedeutender Ort für Kultur und Begegnung in der Kupferstadt Hettstedt und bei Gästen aus der ganzen Welt beliebt. Er wurde im vergangenen Jahrhundert für zahlreiche Veranstaltungen genutzt.

Benannt wurde er nach Kurt König, welcher im Jahre 1903 geboren wurde. Hier erfahren Sie mehr über Hintergründe unserer Familiengeschichte sowie das Leben in und um den „Alten König“.

Erwerb des Gasthauses

Die Familie König selbst blickt schon seit Ende des 19. Jahrhunderts auf eine lange Tradition der Gasthausführung zurück. Bereits vor Kurt Königs Geburt am 09. März 1903 führte die Familie verschiedene Gaststätten in und um Hettstedt sowie einen Bauernhof in Sandersleben.
Letztendlich fasste Kurts Vater im Jahre 1907 den Entschluss, in das - wie er schrieb - "bürgerreiche Hettstedt" zurückzukehren und gründete mit seiner Frau nach vielen Überlegungen „Königs Gasthof & Fleischerei“.

Die Gaststätte wurde für 15.000 Mark gekauft und war zusätzlich mit einer Hypothek in Höhe von 35.000 Mark belastet. Der ehemalige Tanzsaal, worin sich nun die neuen modernen Hotelsuiten befinden, wurde bereits 1892 erbaut. Großmutter König gab zur Finanzierung des Gasthofes 5.000 Mark. Der Schwiegervater unterstützte die Familie mit weiteren 500 Goldfüchsen, welche zur damaligen Zeit einer 20-Mark Goldmünze entsprachen.

Schwere Jahre

So vergingen die nächsten Jahre bis zum Kriegsbeginn 1914. Das Deutsche Reich verzichtete auf die Wehrpflicht für den damals 46-jährigen Vater - was der Familie zugute kommen sollte. Zur damaligen Zeit wurden viele Männer zum Krieg eingezogen, wodurch die zu bewältigenden Aufgaben auf die Zurückgebliebenen aufzuteilen war. Das hieß für die Fleischerei viel Arbeit, und es wurden bis zu 2 Schweine pro Tag geschlachtet. Der gute Verdienst ermöglichte es, 8 Morgen Acker für insgesamt 7.000 Mark zu kaufen. Ein damaliger Monatsverdienst entsprach ca. 85 bis 90 Mark. Der Acker der Familie König wurde mit 2 Kriegspferden und 2 Dreschmaschinen bewirtschaftet.

Ein schwerer Schock für Kurt König war der Tod der Mutter 1929 sowie der Verlust des Vaters um 1934. Die Familie schaffte es glücklicherweise, die Hypothek bis 1932 zu bezahlen. Mit der Hilfe des Bruders Richard und der Tante Gretel schaffte es Kurt König, dass Gasthaus weiter zu bewirtschaften und seine liebe Frau im Jahr 1936 zu heiraten.

Nur vier Jahre später musste Kurt König mit dem frühen Tod seiner Frau den wohl schwersten Verlust verkraften. Sie starb mit der Geburt ihrer Tochter Rosemarie. Er sollte Zeit seines Lebens nie wieder heiraten. Die Jahre waren auch für das Gasthaus eine bewegende Zeit. So wurde im Tanzsaal ein Lazarett errichtet, wo sich ein französischer Arzt niederließ.

Begegnungen

Nach dem Tod seiner Frau bereiste Kurt zahlreiche Länder und lernte die Welt kennen. Seine originalen Fotoalben dieser Reisen liegen heute zur Anschauung bereit und gewähren den Gästen einen Einblick in die Welt des vergangenen Jahrhunderts.

Kurt König führte das Gasthaus bis fast zu seinem Tode. Es war ein reges Treiben im Haus und im Tanzsaal mit seinen rauschenden Festen. Selbst für Geflügelschauen wurde er genutzt. Nur 200 Meter entfernt, betrieb der alte König zusätzlich einen Festgarten, wo kaum eine Woche ohne Veranstaltung verging, in denen regionale Vereine ihr Können bewiesen und zur Unterhaltung der Leute beitrugen.

Wendezeiten

Kurt König starb im Jahre 1993. Das Haus erbte Rosemaries einziger Sohn. Er verkaufte es an seine Schwester Liana Quiel, welche es gemeinsam mit ihrem Mann Heinz-Dieter übernahm. Sie benannten es im Gedenken an den verstorbenen Großvater: Alter König.

Somit brachen auch für das Haus in der Nachwendezeit neue Zeiten an. Nach unermüdlicher Arbeit und mit viel Unterstützung ihrer Freunde errichteten Heinz-Dieter Quiel und Liana Quiel zuerst eine Videothek im Haus in der Molmecker Str. 86. Später folgten das Spielcenter „Silbercoin“, die Gaststätte „Zum Alten König“ und die „Pension im Alten König“.

Der für die Familie gelungene Neubeginn wurde jedoch nach nur wenigen Jahren schwer getrübt. Nach dem schmerzhaften Verlust des Ehemannes und Vaters von zwei Kindern, hinterließ uns Heinz-Dieter Quiel sein Lebenswerk im Jahre 1999.

Lana konzentrierte sich zunächst auf die Pflege ihrer Schwiegermutter Amanda Quiel, welche an Alzheimer litt und kümmerte sich nun Alleinerziehende um ihre zwei Kinder. Schließlich entschloss sie sich zur Weiterbewirtschaftung der Pension.

Unser Beitrag

Mit einer unbeschreiblichen Energie, Herzlichkeit und viel Liebe zum Detail schaffte es Lana, unsere 100-jährige Familientradition mit ihrer Einzigartigkeit weiterzuführen. So erfolgreich, dass nach nur wenigen Jahren zahlreiche potentielle Gäste abgewiesen werden mussten. Der Bedarf für einen weiteren Ausbau war trotz der Lage im ländlichen Raum gegeben.

Wir fassten den Entschluss, in Eigenregie eine Suite für unsere Gäste auszubauen. Nach sorgfältiger Vorbereitungsphase wurde im Jahr 2011 die Königs-Suite fertig gestellt und die gesamte Pension renoviert, sodass sich seitdem Räumlichkeiten und Einrichtungsgegenstände auf anspruchsvollem Niveau befinden.

Auf Grund der äußerst positiven Resonanz und der nach wie vor ungesättigten Nachfrage, entschieden wir uns im Jahr 2015 weiter zu investieren. Schließlich fristeten die 320 qm des alten Tanzsaales schon jahrelang ein trostloses Dasein. Es war Zeit, die verfügbare Fläche zu nutzen. So begann die Planung der Hotelsuiten. Eine Mammutaufgabe, welche nur mit zahlreichen motivierten Partnern, Gelassenheit, viel gutem Willen, noch mehr Liebe und der unbändigen mansfelderischen Sturheit zu bewältigen war. Zugegeben, manchmal hatten wir sogar Spaß bei der Arbeit.

Unser besonderer Dank für dieses Projekt gilt an dieser Stelle unseren regionalen Partnern: Tischlerreich Reich, Choffson Heizung Sanitär, Marion Vene Elektrofachbetrieb, Möbel Schuhmann sowie Malermeister Michael Bahn.

Was sich dann irgendwie doch keiner vorstellen konnte: Es gelang.
Im September 2018, pünktlich zu Kurt's 33. Geburtstag konnte die Einweihung der neuen Hotelsuiten und des neuen Frühstücksraumes gefeiert werden. Die Zimmertüren wurden noch am selben Tag eingebaut. Die zahlreichen Besucher waren begeistert.
Das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen und die erstaunten zufriedenen Gäste („Das hätten wir hier nicht erwartet“), aber auch das großartige Gefühl, etwas Einzigartiges geschaffen zu haben, sind die beste Entschädigung für die zahlreichen Stunden, die wir für dieses Projekt investierten.

Mittlerweile befindet sich der Alte König seit über 20 Jahren im Besitz der Familie Quiel. Seinem Ruf als beliebte Anlaufstelle für Gäste aus nah und fern wird er nach wie vor... und vielleicht sogar mehr denn je gerecht. Für die Region ist er eine bedeutende Institution. Dass uns das ermöglicht wurde, verdanken wir zahlreichen wunderbaren Menschen, für deren Unterstützung wir unglaublich dankbar sind.

Auch für die kommenden Jahre haben wir viele Ideen, welche umgesetzt werden wollen - von der Grillecke bis zur Blockhütte. Selbstverständlich werden wir Sie auf dem Laufenden halten und freuen uns auf all' die neuen Kapitel, die für unseren Alten König hinzukommen mögen.